Vorträge und Workshops

Themen im Detail:

Bitte scrollen Sie auf dieser Seite nach unten, um das jeweilige Thema, das Sie interessiert, zu lesen. Die Themen sind untereinander aufgeführt.


Mutter und Tochter

belastende Beziehungsdynamiken erkennen und überwinden


Die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern ist leider oft nicht nur liebevoll, sondern auch geprägt von emotionaler Distanz, Schmerz, Mangel, Unverständnis, Wut, Konkurrenz oder Schuldgefühlen.

Fakt ist, Mütter müssen immer noch oft verzichten: entweder auf eine erfüllende berufliche Entwicklung, oder auf genug Zeit mit ihren Kindern, auf selbstverständliche Wertschätzung, Anerkennung und Unterstützung von ihrer Umgebung und der Gesellschaft im Ganzen. Wohin sollen sie nun mit diesen brodelnden Gefühlen von Groll, Zorn, Enttäuschung, Überforderung, Ausgehungertsein oder Ratlosigkeit? 

 

Oft werden diese Gefühle unterdrückt, da sie keinen Platz im Leben finden. Unbewusst und unvermeidlich reichen die Mütter diese Botschaft nun an ihre eigenen Töchter weiter. So haben die Töchter kaum eine Wahl: entweder sie wachsen aus Loyalität nicht über die Träume und Ziele ihre Mütter hinaus, beschneiden aber ihren Selbstausdruck, ihre Kraft  und ihre Lebendigkeit dafür. Oder sie rebellieren und verlieren (oder befürchten zu verlieren) die Liebe und Anerkennung der Mutter. Die Beziehung schlägt in Konkurrenz um und die Tochter kann der Mutter emotional nicht mehr nahe sein.

 

All die vergeblichen und nicht wirklich funktionierenden Bewältigungsstrategien, die wir entwickelt haben, um mit dem Schmerz umgehen zu können, sind Teil dieser Wunde, die wir in uns tragen. Dazu gehören: Selbstsabotage und übertriebene Selbstzweifel, um keine Bedrohung für andere zu sein. Sich schlecht behandeln lassen. Übergroßes Kontrollbedürfnis (das Leben und die Menschen) Rigidität. Emotionale Überfürsorglichkeit oder gefühlte Unentbehrlichkeit.

 

Kein Wunder, dass auf so einem Boden schädliche Verhaltensmuster, Süchte, Depressionen und Essstörungen entstehen können. Da die Beziehung zu unserer Mutter aber nicht hinterfragt werden darf und quasi tabu ist, da diese ja so viel für uns getan hat (selbst wenn es nicht genug, oder nicht auf die passende Weise für uns war), ist es schwer, genau hinzuschauen und das anzunehmen, was wir an Trauer, Zorn und Angst wirklich fühlen.

 

Jede Tochter kann jedoch für sich selbst die Mutter werden, die sie immer gebraucht hätte, und sich selbst die Liebe, Anerkennung und den Freiraum geben, um über sich und die eigene Mutter hinauszuwachsen. Mütter können ihre Töchter erst dann wirklich frei in ihr eigenes Leben gehen lassen, wenn sie selbst die ungelebten Gefühle anerkennen und einen Umgang mit ihrer eigenen Mutterwunde gefunden haben. Es ist auch als Mutter möglich, diesen unerlösten Gefühlen in einem sicheren Rahmen Raum zu geben und damit dieses unselige Erbe zu unterbrechen.


Entscheidungen

Im Einklang mit sich selbst kraftvolle Entscheidungen treffen


Wir treffen täglich bis zu 20.000 Entscheidungen und einige davon sind wichtig oder haben weitreichende Konsequenzen.

 

Wenn wir sagen „ich entscheide“, wen meinen wir dann eigentlich genau? 

Dieses ICH setzt sich aus vielen Persönlichkeitsanteilen zusammen, die zum Teil sehr verschiedene Anliegen und Bedürfnisse haben: ein oft uneiniges inneres Team, das uns das Leben und die Entscheidungsfindung schwer machen kann. Wir alle kennen einige unserer inneren Teammitglieder: die Macherin, die Hilfreiche, die Skeptikerin, die Spielerische, die Wagemutige, die Mutlose, das verletzte Kind und noch viele mehr. 

 

Oft scheitern wir an unseren Entscheidungen, da wir durch innere Konflikte zwischen diesen Anteilen unklar und unentschlossen bleiben oder getroffene Entscheidungen nicht langfristig durchhalten.

Doch wie jedes Team, so kann auch unser inneres Team tatkräftig an einem Strang ziehen. Wenn wir die einzelnen Anteile als zu uns gehörig anerkennen, ihnen zuhören und ihre Bedürfnisse erspüren, werden Sie zunehmend bereit, konstruktiv am großen Ganzen - der Person, die wir gegenwärtig sind - mitzuwirken. 

 

Was aber befähigt uns klare, kraftvolle und tragfähige Entscheidungen zu treffen? 

 

Mit Hilfe des überraschend eingängigen Modells des inneren Teams (Schulz von Thun) und anderer hilfreicher Ansätze gewinnen Sie Einblicke in Ihr vielseitiges Innenleben, und erhalten Werkzeuge, die Sie konkret auf Ihre nächste Entscheidungsfindung - und das Leben - anwenden können.


Der innere Kritiker

Den inneren Kritiker verstehen - vom Feind zum Ratgeber


Die Stimme unseres inneren Kritikers ist oft viel abwertender und vernichtender, als Kritik von anderen. Sie lähmt unseren Selbstausdruck, verhindert Entscheidungen und untergräbt unseren Selbstwert.

Sätze wie: „das schaffst du eh nicht“, „das ist mal wieder nicht gut genug“, „du bist einfach zu blöd, ungeschickt…“ setzen uns zu und erzeugen einen beständigen Gegenwind in uns, der es uns schwer macht, unbeschwert auszuprobieren, mutig zu entscheiden und liebevoll mit uns selbst umzugehen.

Der innere Kritiker fühlt sich an, wie der Feind im eigenen Haus. Doch ist er das im Kern wirklich?

 

Wenn wir diese innere Stimme in ihrer wahren Funktion anerkennen, ihre tieferen Bedürfnisse erspüren, und auf das Anliegen hinter der Kritik hören, wird sie zunehmend bereit, konstruktiv am großen Ganzen - der Person, die wir gegenwärtig sind - mitzuwirken. 

 

Mit Hilfe des Modells des inneren Teams und anderer hilfreicher Ansätze gewinnen Sie Verständnis für die Funktion Ihres inneren Kritikers, und erhalten Werkzeuge, mit denen Sie den inneren Kritiker in einen Ratgeber und Verbündeten verwandeln können.


Trauma als Chance

achtsame Schritte zurück ins Leben


Ein Trauma ist eine seelische Verletzung, die uns überfordert und überwältigt hat. Die Ursachen dafür können vielfältig sein, dennoch kann man allgemein sagen: je früher im Leben, je heftiger und je unbegleiteter wir etwas erleben, desto mehr fallen wir aus unserem inneren Zusammenhang heraus und unser ganzes System schaltet auf Überlebensmodus. Wir spalten uns notgedrungen vom Erlebten ab, um es aushalten zu können. Dadurch verlieren wir die Verbindung zu Teilen von uns selbst, zu unserem Körper und/oder zu unseren Emotionen.

Die Bewältigung von traumatischen Erfahrungen erfordert die Fähigkeit, sich selbst auf den Ebenen von Körper, Geist und Emotionen wieder zu beruhigen und das Geschehene in einen sinnvollen Zusammenhang einzuordnen. Leider wird durch ein Trauma genau diese Fähigkeit gelähmt, da wir in der Schreckreaktion, und damit der Abspaltung, festhängen und unser Nervensystem dauerhaft in Über- oder Untererregung ist.

 

All das kann zu einer ganzen Reihe an Folgeerscheinungen führen, die unsere Stressfestigkeit, unsere Beziehung mit uns selbst und anderen, unsere Lebensfreude, unseren Selbstausdruck und unseren Körper teils massiv beeinflussen können. 

 

Viele körperliche und psychische Symptome, wegen denen Menschen sich an einen Arzt oder Therapeuten wenden, können ggf. auf eine traumatische Vorerfahrung zurückzuführen sein. 

Ein paar Beispiele dafür sind:

Schlafstörungen - Burn-Out - Nervosität - wiederkehrende Dramen - Schmerzen und Verspannungen - Depressionen und Ängste - schwelendes Gefühl von Scham und Schuld - das Gefühl im Leben außen vor zu sein und nicht reinzupassen.

 

Der Weg zurück zu unserer Ganzheit führt über die Integration des Erlebten und dadurch zu einer besseren Selbstregulationsfähigkeit. Wir können uns selbst wieder besser spüren, Gefühle von hoher Intensität wieder in uns halten und ausbalancieren, intensiver am Leben teilhaben und tiefer lieben und uns lieben lassen.

Mein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich der Entwicklungstraumata, die sich in unserer frühen Kindheit ereignen, uns tief prägen und den Boden für spätere Herausforderungen und Probleme in der Lebensbewältigung legen. Es wird ein Überblick über Traumaursachen und -folgen vermittelt, sowie hilfreiche Ansätze zu deren Bewältigung.  


ganz Kind sein dürfen

Unterstützung und Prävention: Bindungsdynamiken in der frühkindlichen Entwicklung


 

Hier liegt der Fokus meiner Arbeit deutlich auf Prävention im Sinne der Unterstützung von Eltern, ErzieherInnen und weiteren Bezugspersonen, die ein Kind von Anfang an begleiten und prägen. Basierend auf den Erfahrungen der Arbeit mit Entwicklungstraumata, ist es mein großes Anliegen, nicht nur retrospektiv mit Erwachsenen an den Entwicklungstraumata ihrer eigenen Kindheit zu arbeiten, sondern Kindern vom Moment ihrer Empfängnis an einen guten Start ins Leben zu ermöglichen und ein unterstützendes und liebevolles Umfeld zu erschaffen.

 

Genau das wollen meist auch Eltern und andere Menschen, die mit Kindern arbeiten, doch manchmal braucht es dafür mehr Orientierung, Information, Unterstützung und Klarheit, als uns im Moment zur Verfügung steht. Diese Diskrepanz belastet unser Elternsein oder unsere Arbeit als Hebamme, Tagesmutter, ErzieherIn oder Bezugsperson: Sie lässt uns ermüden, abstumpfen, verzweifeln oder ratlos und überfordert sein. Genau an dieser Stelle kann ich für Sie als Eltern, für Ihre Organisation, Ihr ErzieherInnen-Team oder Ihre Beratungsstelle unterstützend und begleitend tätig werden.

 

Thematisch sind dabei besonders die folgenden Bereiche wesentlich:

 

Entwicklungspsychologie:

Welche Lern- und Entwicklungsthemen sind im jeweiligen Lebensalter des Kindes relevant? 

  1. Willkommensein und Kontakt
  2. Bedürfniserfüllung und Miteinander
  3. Unterstützung und Vertrauen
  4. Selbstständigkeit und Verbundenheit
  5. Selbstausdruck und Liebe/Sexualität
  • Wie kann das Kind entwicklungsgerecht darin unterstützt werden, diese Themen für sich zu entdecken und dabei in gutem Kontakt mit sich und seinem Umfeld sein?
  • Was brauchen die Eltern oder Bezugspersonen, um diesen Raum sicher und überforderungsfrei halten zu können?
  • Wie können sie mit den dabei unweigerlich auftauchenden inneren Themen umgehen, die aus ihrer eigenen Kindheit stammen?
  • Welche Rolle spielt eine funktionierende Regulierung des Nervensystems (des Kindes und der Erwachsenen) im Prozess der Entwicklung und in der Beziehung? Wie wirkt sich eine Dysregulierung aus?

 

Bindungsdynamiken:

Als kleine Menschen sind wir sehr lange komplett von der Fürsorge und Zuwendung unsere Bezugspersonen abhängig. Genau das macht uns als Kind auch so verletzlich. Um die Bindung an unsere Bezugspersonen - und damit unser Überleben - zu schützen, passen wir uns unwillkürlich unserem Umfeld an, damit wir in jedem Fall genug Bindung aufrechterhalten können. Unsere Biologie gibt uns das zwingend vor, wir haben als Kind keine andere Wahl. Im Zweifelsfall passen wir uns als Kind hochfunktional an unser dysfunktionales Umfeld an, was unweigerlich dazu führt, dass wir Überlebensstrukturen ausprägen müssen, um die offensichtliche Kluft zwischen der lebensnotwendigen Erfüllung unserer Bedürfnisse und den eingeschränkt verfügbaren Möglichkeiten unseres Umfelds zu überbrücken. Wenn Bindung nicht gut funktioniert, gerät unser Nervensystem in Übererregung und dieser körperliche Stress wirkt sich auch auf unser gesamtes Fühlen, Denken und Sein aus.

Je nachdem welche Art von Bindung wir als Kind erfahren, können wir später im Leben gesunde und lebendige Beziehungen mit uns selbst und unserem Umfeld führen, oder eher nicht.

 

 

Wenn ein Kind den angemessenen Raum zum Entdecken und Verkörpern der oben genannten Themen erhält, kann es später zu einem Erwachsenen heranreifen, der sein Leben mit Offenheit, flexibler Stabilität, Freude, natürlicher Verantwortung und Klarheit meistert und in gutem Kontakt mit sich selbst und seiner Welt steht.

Und solche Menschen brauchen wir in unserer heutigen Welt mehr denn je. Dafür stehe ich!